Ökologie und Nachhaltigkeit

Tue Gutes und rede darüber!

IMG_7014Die Worte Ökologie und Nachhaltigkeit sind heute sehr modern geworden. Ob sie auch immer halten, was sie versprechen sei dahingestellt.

Für mich sind sie nicht bloße Worthülsen, sondern gelebte Wirklichkeit. Bereits von Anbeginn meines Wirtschaftens handele ich sehr ressourcenbewusst. Eine Dauerbegrünung in den Weinbergen in deren Verlauf sich viele Blütenpflanzen angesiedelt haben ist und war schon immer mein Credo. Seit zwei Jahren bewirtschafte ich die Weinberge nach ökologischen Vorgaben. Dazu habe ich mich entsprechend fortgebildet, denn die Kenntnisse und Praktiken schüttelt man nicht einfach aus dem Ärmel. Was noch etwas fehlt ist Erfahrung, aber daran arbeite ich. Eine entsprechende Zertfizierung als Öko-Weingut steht in Kürze an.

Und warum tue ich dies?

IMG_0181Im Laufe der Zeit bemerkte ich, dass die uns von der Industrie (freundlicherweise) zur Verfü-gung gestellten Pflanzenschutzmittel eine immer schlechtere Wirksamkeit hatten. Viele Schaderreger sind einfach resistent geworden. Man wird nachdenklicher und stellt auf einmal sein bisheriges Arbeiten in Frage.

Um sicher zu gehen nicht wieder auf die alten Mittel zurückzugreifen, wenn es „brenzlig“ wird, habe ich die Restbestände verkauft. Auch den Einsatz von Herbiziden zur Unterstock-behandlung habe ich aufgegeben. So gehört heute beispielsweise Netzschwefel, Kupfer, Backpulver, Molke, Extrakt aus dem Ackerschachtelhalm und Orangenöl zu den verwendeten Mitteln.

Was das bedeutet?

Immens viel Mehrarbeit, aber auch das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein. Boden und Natur sind uns nur geliehen. Ich möchte gerade den Boden in gutem besonders fruchtbarem Zustand an meine Kinder weitergeben.20150910_093857

Zugegeben, im Jahr 2015 hatte die Witterung recht gut zu meinem Vorhaben beigetragen. Infektionsbedingungen für den Mehltau waren wenig gegeben. Ganz anders sah dies ein Jahr später aus. Sehr viele Niederschläge insbesondere in den Abend- und Nachtstunden führten zu einem immensen Druck. Wer nicht auf der Hut war, erlebte rasch eine böse Überraschung. Was ich feststelle ist, dass die Vitalität der Reben zugenommen hat und die Vielfalt durch Blütepflanzen in der Dauerbegrünung wächst.

Doch ökologisches Wirtschaften ist mehr. So achte ich auf die Verwendung regionaler Produkte um Fahrtkosten und Umweltbelastung zu verringern. Die verwendeten Weinflaschen sind sog. Leichtflaschen mit weniger Rohstoffen und Gewicht. Auf dem Kellereigebäude befindet sich eine Photovoltaikanlage, die den gesamten Strom für zwei Häuser und den Betrieb produziert. Das Holz für die Fässer kommt aus dem heimischen Spessart. Die dort wachsenden Eichen eignen sich hervorragend.

Ich freue mich auf eine gute Zukunft.

  • "Wer nicht besser werden will, hört auf gut zu sein."

    Dies ist unser Leitmotiv. Das Ergebnis sind sortentypische, harmonische Weine mit individuellem Charakter.